Umbau und Erweiterung der Ökonomie

Kindertagesstätte Schloss Babenhausen


Außen Geschichte, innen Gegenwart:
Moderne Technik im historischen Schloss
Objekt   Umbau und Erweiterung der Ökonomie des Schloss Babenhausen zu einer Kindertagesstätte
Bauherr   Fürst Fugger Zentralverwaltung
Architekt   Brückner & Brückner Architekten GmbH
Gebäudetyp   KiTa / Kindergarten / Bauen im Denkmal
Leistungsphasen   1 bis 9
Anlagengruppen   Abwasser- und Wasseranlagen, Wärmeversorgungsanlagen, lufttechnische Anlagen, Gebäude- und Anlagenautomation, nutzungsspezifische Anlagen
BGF   3.262 m²
Herstellkosten HLS   1,3 Mio. EUR brutto
Fertigstellung   September 2024
Besonderheit  
  • Bauen im denkmalgeschützten Bestand
  • Lüftungszentrale im historischen Dachgeschoss
  • Umsetzung des IBH-Lüftungskonzepts als hybride Lüftung

Allgemeine Projektinformationen


Das Schloss Babenhausen, Stammsitz der Fürsten Fugger-Babenhausen, ist ein historisches Wahrzeichen des Marktortes und zählt zu den bedeutendsten Renaissanceschlössern Süddeutschlands. Nach umfassendem Umbau und Erweiterung werden Teile der Schlossanlage aus dem 18. Jahrhundert heute als Kindertagesstätte genutzt. Da die bestehende Einrichtung „Guter Hirte“ räumlich nicht mehr erweitert werden konnte, boten die Schlossgebäude mit ihren Parkanlagen einen neuen Standort mit großzügigen Außenspielflächen. Die Kindertagesstätte umfasst fünf Kindergarten-Regelgruppen, eine Krippengruppe und eine Hortgruppe.

Das denkmalgeschützte Ökonomiegebäude wurde behutsam für die neue Nutzung umgebaut und durch einen Erweiterungsbau im historischen Duktus ergänzt. So konnte ein nachhaltiges Konzept zur Erhaltung der historischen Bausubstanz umgesetzt werden. Die äußere Kubatur und Dachform der Bestandsgebäude blieben weitestgehend erhalten, während der Innenausbau sowie die technische Ausstattung vollständig erneuert wurden.
In den Gebäudeteilen des Torhauses, der ehemaligen Stallungen sowie in den Ost- und Westflügeln sind heute unter anderem Gruppenräume, Therapieräume, Mehrzweck- und Personalräume untergebracht. Punktuelle Eingriffe, etwa für Aufzug und Erschließung, waren hierfür erforderlich.

Ergänzend wurde der Bestand durch einen Anbau im Nordteil des Ostflügels erweitert, der Krippen- und Horträume mit Nebenräumen sowie einen Mehrzweckraum im Dachgeschoss aufnimmt. Die Erweiterung in Massivbauweise orientiert sich in Kubatur und Maßstäblichkeit am historischen Bestand. Als verbindendes Element zwischen den beiden Gebäudeteilen des Südflügels entstand zudem eine neue „Orangerie“, die weitere Gruppenräume beherbergt und in ihrer Gestaltung die Formensprache der ehemaligen historischen Orangerie aufgreift.

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